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Museum der Bayerischen Könige, Hohenschwangau

Unterhalb des Schlosses Neuschwanstein wurde in einem ehemaligen Hotel das Museum zur Geschichte des Wittelsbacher Königshauses errichtet. Die neue Nutzung wird vor allem durch die markante Dachkonstruktion über dem ehemaligen Speisesaal des Altbaus sichtbar.

Für das Dachtragwerk wurde eine von den Rauten der bayerischen Fahne abgeleitete Gitterschale entworfen. Dieses punktgestützte Schalentragwerk, bestehend aus einer Halbtonne und zwei Vierteltonnen, überspannt eine Stützweite von 20 m.

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Die Rauten der Schale werden von ausgelaserten Flachstählen gebildet, die der Zylinderschale folgend, nach dem „Zollinger-Prinzip“ verschweißt werden. Die längsgerichteten Stahlpfetten, mit denen die Schale erst ihre räumliche Tragfähigkeit gewinnt, wurden oberhalb der Flachstähle angeordnet, so dass die Rauten gestalterisch nicht gestört werden. Auf den Pfetten wurden Flachstähle zur Aufnahme der Trapezblechdeckung aufgeschweißt. Die Gitterschale der Halbtonne wurde in fünf vorgefertigten Teilen angeliefert und auf einer Montagerüstung zusammengebaut. Die Vierteltonnen wurden in einem Stück auf die Baustelle transportiert.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Stahlbaupreis 2012: „… die vollendete Synthese aus deutender Formsetzung und ingenieuser Formfindung – die neuen stählernen Gewölbeschalen spielen souverän mit der Historie und heraldischen Mustern.“

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Fotografie: Marcus Ebener Fotografie

Standort Alpseestraße 27, 87645 Schwangau
Bauherr Wittelsbacher Ausgleichsfond
Architekt Staab Architekten GmbH
Gesamtbaukosten 23,1 Mio. Euro
BGF 1.450 m2 (Erweiterungsbau)
Planung + Ausführung 2011 (Fertigstellung)
Leistungsumfang IFB LP 2-6
Auszeichnungen

Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaus 2013
Deutscher Architekturpreis 2013, Auszeichnung
BDA-Preis Bayern 2013, Kategorie „Detailvollkommenheit“
Baupreis Allgäu 2013
Preis des Deutschen Stahlbaus 2012
1. Preis Wettbewerb, 2009